In letzter Zeit habe ich mit mehreren Menschen gesprochen, die sich in Sorgen über etwas in ihrem Leben verstrickt haben — etwas, das sie stresst und sie dazu bringt, zu viel nachzudenken.
Vielleicht machen sie sich Sorgen wegen einer stressigen Situation, oder sie fürchten, dass sie im Leben nicht gut genug abschneiden. Sie geraten in Grübeleien, Stress und drehen sich im Kreis.
Ich sage ihnen dann, dass es einfach Angst ist.
Es ist nur Angst, die uns dazu bringt, zu viel nachzudenken, uns zu sorgen, zu grübeln und uns im Kreis zu drehen. Es ist die Angst, nicht gut genug zu sein, zu scheitern, dass jemand unzufrieden mit uns ist oder dass wir uns lächerlich machen. Nur Angst.
Ich will die Angst nicht abtun oder leugnen — Angst ist etwas Natürliches und ein Teil des Menschseins. Es ist völlig in Ordnung, Angst zu haben, und sie gehört zu allem, was bedeutsam oder schwierig ist.
Aber Angst muss keine große Sache sein. Deshalb sage ich: „Es ist nur Angst.“ Sie ist nicht bedeutend, es sei denn, wir machen sie dazu. Ich sage mir gerne „Kein großes Ding“, wenn ich meine Angst bemerke.
Wenn wir die Angst bemerken, können wir auch die Geschichten bemerken, die unsere Angst uns erzählt: Ich bin nicht gut genug, vielleicht sollte ich das tun, was die anderen tun, vielleicht werden sie mich verurteilen, vielleicht sollte ich aufgeben.
Und dann kann ich entscheiden, diese Geschichten nicht zu ernst zu nehmen. Es ist nur Angst.
Das Erkennen der Angst und der Geschichten, die aus ihr entstehen, hilft mir, sie zu beruhigen.
Wie man mit Angst und Überdenken umgeht
Meine Angst will auch, dass ich etwas gegen die beängstigende Situation unternehme — aber oft gibt es nicht viel, was ich wirklich tun kann. Vielleicht versuche ich, zu handeln, aber wahrscheinlicher ist, dass ich auf jemanden losgehe … oder im Überdenken steckenbleibe. Beides ist natürlich nicht hilfreich.
Wenn ich merke, dass ich zu viel nachdenke, kann ich so damit umgehen:
Beginne damit, die Angst und das Überdenken zu bemerken. Die Angst ist keine große Sache.
Pausiere und atme. Verlangsame deinen Atem.
Beruhige meine Angst: Wir schaffen das. Kein großes Ding. Wir können mit der Situation umgehen, auch wenn wir nicht genau wissen, wie sie ausgeht. Das ist eine Übung im Vertrauen darauf, dass wir alles bewältigen können, was kommt.
Entspanne alle angespannten Muskeln und atme weiter langsam.
Fokussiere dich auf etwas Schönes in diesem Moment. Das Licht im Raum, die Natur um dich herum, angenehme Gesellschaft – etwas, das Neugier oder Dankbarkeit in dir weckt.
Das ist die Praxis. Beobachte, atme, beruhige, entspanne dich und konzentriere dich auf den gegenwärtigen Moment. Wenn du das tust, wirst du das Überdenken loslassen und im Jetzt ankommen.