Tag für Tag untergraben wir oft unser Vertrauen in uns selbst, indem wir nicht handeln, wenn wir uns überfordert, widerständig oder unsicher fühlen.
Solche schwierigen Handlungen erfordern, dass wir unseren inneren Mut hervorrufen – den wir oft ruhen lassen, weil es bequemer ist, Dinge zu vermeiden.
Aber was wäre, wenn wir ein unerschütterliches Selbstvertrauen entwickeln könnten, um schwierigen oder beängstigenden Situationen zu begegnen – durch einfache, tägliche Übungen?
Mut ist nicht nur etwas Dramatisches, das wir in unseren schwersten Momenten abrufen – er zeigt sich auch in kleinen, konsequenten Handlungen. Und wenn wir ihn durch regelmäßiges Üben kultivieren, können wir besser mit den Herausforderungen des Lebens umgehen.
Schauen wir uns diese täglichen Übungen an:
Halte kleine Versprechen an dich selbst. Gewöhne dir an, dir selbst kleine Versprechen zu geben. Sag nicht nur: „Ja, das mache ich heute irgendwann“, sondern eher: „Ich verspreche mir, dass ich das heute mache.“ Mach die Versprechen so einfach, dass du sie nicht brechen kannst. Und bleib dann konsequent dabei. Diese Praxis kann Wochen dauern, bis sie sich festigt – gib also dein Bestes.
Stell dich den Dingen in kleinen Dosen. Wenn du eine Aufgabe hast, die sich zu groß anfühlt, versuch, dich ihr nur für eine Minute zu stellen. Du hast genug Mut, um dich ihr kurz zu widmen. Atme – und geh es an.
Verschiebe bestimmte Handlungen. Es gibt Dinge wie das Scrollen in sozialen Medien, das Hängenbleiben auf YouTube oder Netflix oder das Essen von Junkfood – die nicht unbedingt schlecht sind, aber nicht mit deinen besten Absichten übereinstimmen. Ich habe festgestellt, dass es hilft, sie zu verschieben. Du kannst sie immer noch tun, aber gib dir vorher ein paar Minuten. Manchmal merkst du dann, dass das Bedürfnis verschwindet, und selbst wenn du es tust – du hast es bewusst entschieden. Es wird weniger automatisch. Das macht einen großen Unterschied und zeigt dir, dass du deinen Impulsen nicht jedes Mal nachgeben musst.
Sprich deine Wahrheit. Dieser Ausdruck mag für manche etwas kitschig klingen, aber im Kern geht es darum, etwas zu teilen, woran du glaubst oder was du fühlst – auch wenn es unangenehm ist. Oft halten wir uns zurück, weil wir Angst davor haben, wie andere reagieren könnten, aber das hindert uns daran, Wichtiges auszudrücken. Es ist ein Akt des Mutes, zu sagen, was du fühlst oder denkst, auch wenn es schwer ist. Fang klein an – teile Dinge, die nur leicht unangenehm sind. Mit der Zeit wirst du den Mut entwickeln, größere Wahrheiten zu teilen.
Sitze mit unangenehmen Gefühlen. Viele von uns glauben tief im Inneren, dass wir keine unangenehmen Gefühle (wie Traurigkeit, Angst, Wut) empfinden sollten – aber wir sind stärker, als wir denken. Stärke dein Vertrauen in dich selbst, indem du dir erlaubst, diese Gefühle zu spüren – nur ein bisschen. Sitz 10 oder 20 Sekunden lang mit ihnen. Fühle sie, atme, und sag dir selbst, dass es in Ordnung ist. Du schaffst das.
Du musst nicht jeden Tag alle diese Übungen machen. Ich empfehle, eine auszuwählen und dich eine Woche lang darauf zu konzentrieren. Dann füge eine zweite hinzu und beobachte, wie es sich anfühlt.
Wir bauen Selbstvertrauen Schritt für Schritt auf, indem wir konsequent für uns selbst und das, was uns wichtig ist, erscheinen. Es braucht Zeit, um sich zu entwickeln – aber die gute Nachricht ist: Es ist in kleinen Schritten machbar.