Um eine Gewohnheit zu verändern – egal ob du eine neue beginnen oder eine alte beenden möchtest – musst du etwas loslassen, das dir wichtig ist. Das ist der Grund, warum die meisten Menschen Schwierigkeiten haben, Gewohnheiten zu verändern – es ist nicht einfach, liebgewonnene Gewohnheiten aufzugeben.
Nehmen wir ein paar Beispiele:
Um mit dem Training zu beginnen und dich mehr zu bewegen, musst du die Bequemlichkeit aufgeben, auf dem Sofa zu sitzen und etwas auf deinen Geräten zu lesen oder anzuschauen.
Um früher aufzustehen, musst du etwas aufgeben, das dich abends wachhält (vielleicht Fernsehen).
Um mit dem Alkohol aufzuhören, musst du ein entspannendes Abendritual oder eine soziale Gewohnheit mit Freunden aufgeben.
Um morgens zu meditieren, musst du die Bequemlichkeit loslassen, sofort in den Tag hineinzueilen.
Um Gewicht zu verlieren, musst du die Freiheit aufgeben, zu essen, was du willst, wann du willst.
Du verstehst, worauf ich hinauswill. Veränderung geschieht nicht, ohne dass man etwas Besonderes aufgibt. Deshalb wehren wir uns oft dagegen – wir wollen uns vielleicht verändern, aber etwas loszulassen, das uns lieb ist, ist schwer.
Lass uns darüber sprechen, wie man etwas loslässt, um echte Veränderung zu schaffen.
Frage dich: Will ich diese Veränderung wirklich? Ist es eine Veränderung, die nur gut klingt, oder bedeutet sie dir wirklich etwas? Warum ist sie dir wichtig?
Frage: Was muss ich loslassen, und bin ich bereit dazu? Es ist nicht leicht, Dinge aufzugeben. Ist die Veränderung so wichtig, dass du bereit bist, das loszulassen, was dir bisher wichtig war? Als ich zum Beispiel mit dem Rauchen aufhörte, wurde mir klar, dass die Gesundheit meiner Familie wichtiger war als der kurzfristige Genuss, der soziale Aspekt (damals) oder die Stresslinderung, die das Rauchen mir gab. Ich konnte andere Wege finden, um Stress abzubauen und Gemeinschaft zu erleben.
Trainiere deinen Geist, sich daran zu erinnern, warum es wichtig ist, wenn der alte Impuls auftaucht. Wenn du zum Beispiel gewohnt bist, mit Freunden Alkohol zu trinken … und der Moment wiederkommt, könntest du denken: „Ich verdiene es, am Wochenende Spaß mit meinen Freunden zu haben!“ Dann brauchst du einen neuen Gedanken, der den alten ersetzt, wie: „Mit Freunden zu trinken schadet meiner Gesundheit“ oder „Ich möchte nicht vom Alkohol abhängig sein, um Freude am Leben zu empfinden – ich kann auch mit einem alkoholfreien Getränk Spaß haben.“ Alte Überzeugungen werden in bestimmten Situationen auftauchen. Du wirst denken: „Ich verdiene eine Pause“ oder „Ich sollte mir etwas gönnen“ oder „Das Leben ist zu kurz, um zu leiden“ oder „Nur dieses eine Mal schadet nicht.“ Diese Gedanken sind menschlich, aber sie führen nicht zu der Veränderung, die du dir wirklich wünschst. Bereite dich also mit einer neuen Überzeugung vor – was ist dir in diesen Momenten wichtiger?
Hier sind einige Beispiele aus meinem eigenen Leben:
Meditation ist eine friedliche Pause, die ich verdiene.
Guter Schlaf ist mir wichtiger als ein paar Schlucke Kaffee.
Ich brauche kein Tierleid, um nahrhafte, köstliche Mahlzeiten zu genießen.
Ich achte zu sehr auf meinen Körper, um zu lange stillzusitzen.
Ich brauche kein zusätzliches Essen auf dieser Feier – zu viel zu essen lässt mich schlecht fühlen.
Ich möchte mein Leben nicht am Handy vergeuden.
Welche Veränderung möchtest du schaffen, die dir wichtiger ist als deine liebgewonnenen Gewohnheiten?