Viele Menschen fragen mich oft, wie sie ihr digitales Leben in den Griff bekommen können. Es gibt so viele Informationen, die auf uns einprasseln, und manchmal fühlt es sich an, als würde sich alles stapeln und unglaublich chaotisch werden.
Von überquellenden Posteingängen und Messenger-Apps über Dutzende von Browser-Tabs und Dateien auf dem Desktop bis hin zu Aufgaben und Informationen, die du im Blick behalten möchtest … das ist eine Menge!
Heute möchte ich drei einfache Tipps mit dir teilen, um dein digitales Leben besser zu organisieren.
Mit kleinen Schritten wirst du das Gefühl bekommen, dass wieder etwas Ordnung einkehrt.
Tipp #1: Vereinfachen
Es ist schwer, Ordnung zu schaffen, wenn man eine Million Dinge ordnen muss. Einer meiner liebsten Organisationstipps lautet: „Erst vereinfachen, dann organisieren.“ Wenn du dein Haus aufräumen willst, ist es viel einfacher, wenn du vorher die Hälfte der Sachen aussortiert hast!
Auch für dein digitales Leben kann es helfen, dir ein paar Tage Zeit zum Vereinfachen zu nehmen:
Verbringe 30 Minuten damit, deinen E-Mail-Posteingang durchzugehen und alles zu archivieren, was nicht wichtig ist oder keine Aktion erfordert. Markiere das, was erledigt werden muss. Antworte kurz, wenn du etwas in weniger als einer Minute klären kannst. Melde dich von Newslettern und Werbemails ab, die du nicht liest. Schaffe etwas Luft!
Nimm dir eine Stunde Zeit, um Tabs zu speichern und zu schließen, die du gerade nicht brauchst. Wenn du eine Registerkarte offen lässt, weil du etwas daraus tun musst, speichere sie in einem „Aktion“-Ordner und setze sie auf deine Aufgabenliste.
Verbringe ein paar Stunden damit, Dateien auf deinem Computer zu löschen, die du nicht mehr benötigst. Lege alles andere, das nicht so wichtig ist, in einen „Archiv“-Ordner.
Wenn du einiges vereinfacht hast, kannst du mit dem Organisieren beginnen. Aber denk daran: Auch beim Organisieren kannst du weiterhin vereinfachen.
Tipp #2: Ein Platz für alles
Mein absoluter Lieblingstipp zur Organisation lautet: „Ein Platz für alles (und alles an seinem Platz).“ In diesem Fall bedeutet das, jedem Ding in deinem digitalen Leben einen festen Ort zuzuweisen.
Nutze „Behälter“:
E-Mail: Erstelle einen Ordner oder ein Label für Nachrichten, die eine Aktion erfordern (ich nutze „Markiert“ in Gmail). Du kannst auch Ordner für Nachrichten einrichten, die eine Nachverfolgung oder ein bestimmtes Projekt betreffen.
Browser-Tabs: Es gibt so viele Tabs! Ich mag den Arc-Browser, weil er verschiedene Bereiche bietet, in denen man unterschiedliche Dinge aufbewahren kann (z. B. Schreiben, Finanzen, Lernen, ein wichtiges Projekt usw.). In jedem Bereich habe ich Ordner, die die Tabs organisieren, die ich behalten möchte. Egal, welchen Browser du nutzt – du kannst deine geöffneten Tabs mit Lesezeichen versehen und in Ordnern ablegen. Wenn Tabs wichtig sind, nimm dir Zeit, ihnen einen festen Platz zu geben.
Notizen und Dokumente: In den letzten Jahren hat es einen Boom an Notiz- und Organisations-Apps gegeben (Notion, Obsidian, Roam, Tana, Capacities usw.). Mein Rat: Verliere dich nicht in der Suche nach der perfekten Lösung. Nutze, was du bereits kennst (Apple oder Google Notes, OneNote, Google Docs, Evernote usw.). Lege Ordner oder Tags für Informationen und Dokumente an, auf die du regelmäßig zugreifst. Sortiere nicht zu perfekt – lege die Dinge einfach grob gruppiert ab und nutze die Suchfunktion, wenn du etwas brauchst.
Computer-Ordner: Dasselbe gilt für Dateien auf deinem Computer – lege sie in grobe Kategorien oder Ordner, und mach dir keine großen Sorgen. Ich habe Ordner für Steuerunterlagen, wichtige Dokumente, Schreiben und einige Arbeitsprojekte. Wirf einfach alles dort hinein, damit dein Desktop frei bleibt.
Aufgaben: Ich glaube nicht, dass es ein perfektes System gibt. Viele verbringen zu viel Zeit damit, die perfekte App oder Methode zu finden. Zwei Listen in deiner Notizen-App reichen oft: eine Hauptliste mit allem, was du erledigen musst (unterteilt nach Bereichen wie Finanzen, Arbeit, Projekte) und eine „Heute“-Liste. Egal, welches System du wählst – halte es einfach, und übertrage Aufgaben aus Tabs und Posteingängen, damit du nicht alles im Kopf behalten musst.
Wie du siehst, plädiere ich stark dafür, dein Ordnungssystem einfach zu halten – nicht zu überdenken, keine perfekten Tools zu brauchen. Verbringe nicht zu viel Zeit mit dem Organisieren – nutze deine Zeit lieber fürs Tun. Oder für etwas, das Spaß macht.
Die Hauptidee ist, für fast alles in deinem digitalen Leben einen festen Platz zu schaffen. Wenn du diese Plätze einmal hast, nimm dir jede Woche etwas Zeit, um aufzuräumen und Dinge dorthin zu legen, wo sie hingehören.
Tipp #3: Fokussiert bleiben
Wenn du die ersten beiden Schritte umgesetzt hast, hast du nun Raum, dich zu konzentrieren. Wenn du vereinfacht hast und alles seinen Platz hat, wird dein digitales Leben deutlich übersichtlicher.
Der letzte Tipp lautet: Konzentriere dich auf eine Sache nach der anderen. Räume alles andere beiseite, wenn du dich einer Aufgabe widmest.
Zum Beispiel:
Wenn ich schreibe, benutze ich eine Vollbild-Schreib-App.
Wenn ich E-Mails bearbeite, konzentriere ich mich nur darauf, so viele wie möglich in der vorgesehenen Zeit zu erledigen.
Wenn ich an einer Aufgabe arbeite, öffne ich nur die Dokumente oder Tabs, die ich dafür brauche. Ich höre Musik, um mich zu fokussieren, und vermeide es, ständig zu wechseln.
Wenn es Zeit zum Organisieren ist, konzentriere ich mich so gut es geht darauf, und gehe dann zur nächsten Sache über.
Verwende Website-Blocker, um Ablenkungen zu vermeiden – außer in deinen Pausen.
Es geht nicht um Perfektion … aber wenn du dir erlaubst, dich wirklich zu fokussieren, wird sich dein digitales Leben viel weniger chaotisch anfühlen.